Ökoregelung für Verringerung der Einträge

Die Beschreibung der unten aufgeführten Beihilfen und Interventionen dient nur zu Informationszwecken und hat keine rechtliche Bedeutung.  

Nur die im Belgischen Staatsblatt veröffentlichten Gesetzestexte gelten als offizielle und endgültige Version. 

Öko-Regelung:
144 - Verringerung der Einträge  

Die Öko-Regelung „Verringerung der Einträge“ besteht aus einer Prämie, die gewährt wird, wenn sich der Landwirt verpflichtet, eine Liste von Pflanzenschutzmitteln auf seinen Parzellen mit Ackerland und Dauerkulturen nicht anzuwenden.  

Diese Beihilfe soll das wirtschaftliche Risiko ausgleichen, das der Landwirt eingeht, wenn er sich verpflichtet, diese Pflanzenschutzmittel nicht zu verwenden, und so die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit seines Betriebs zu erhöhen. Die Maßnahme ermöglicht auch die Beibehaltung oder Einführung von Produktionsmethoden, die weniger auf Pflanzenschutzmittel angewiesen sind, und trägt damit zur Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln bei. 

Für wen?  

Wo?  

Wann? Dauer? 

Was tun?  

Um für die Öko-Regelung Reduzierung der Einträge in Frage zu kommen, muss der Landwirt:  

Diese verbotenen Moleküle sind diejenigen, die in den europäischen Vorschriften als „zu substituieren“ gelten[1][2]. CORDER[3] asbl wird eine Liste von Pflanzenschutzmitteln herausgeben, die diese verbotenen Moleküle im Hinblick auf ihre Verwendung in den in der Wallonie vorkommenden Kulturen enthalten. Ein erster Fokus wird auf Moleküle gelegt, die sich auf den Zustand der Wasserkörper auswirken. Diese Liste wird jährlich von der Verwaltung validiert, per Ministerialerlass präzisiert und den Landwirten etwa im September des Jahres vor der Verpflichtung der Parzellen zur Teilnahme an der Öko-Regelung mitgeteilt.  

Welche Beihilfen?  

Die Prämie beträgt 80 €/ha für alle Flächen von Parzellen, die für die Öko-Regelung in Frage kommen, d. h:  

Die Methode zur Berechnung des Zuschusses kann wie folgt dargestellt werden: 

Zu zahlender Betrag = 80 € * Flächen (AL + CP) 

Die beihilfefähige Fläche ist die von der Verwaltungsinstanz gemeldete und kontrollierte Fläche (Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrollen). 

Wie stellt man einen Antrag? 

Um Anspruch auf die Intervention zu haben, stellt der Antragsteller einen jährlichen Beihilfeantrag über das einheitliche Antragsformular. 

Weitere Auskünfte 

Bei allgemeinen Fragen können Sie sich an polagri.dgo3@spw.wallonie.be wenden.  

Bei technischen Fragen oder Fragen zu Ihrem Dossier können Sie sich an Ihre Außendirektion wenden: https://agriculture.wallonie.be/contacter-les-directions-exterieures 


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1 Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln. 

2 Die Kommission hat den MS eine Datenbank mit verbotenen/zugelassenen Stoffen zur Verfügung gestellt: EU Pesticides Database (v.2.2) Latest updates on Active substances (europa.eu) 

3 Dieser gemeinnützige Verein fügt sich in eine Reihe von Schritten zur Förderung eines nachhaltigen Pflanzenschutzes in der Wallonie ein und verfügt über eine unabhängige Beratungsfunktion, die sich an wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen orientiert.